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Schritt für Schritt in die Eigentumswohnung

Gemeinschaft, Kosten, Fallstricke: Darauf sollten Kaufinteressenten achten

Aktuelle Erhebungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigen bei neuen Mietverträgen für das vierte Quartal 2024 einen Preisanstieg von durchschnittlich 4,7 Prozent. In den meisten Großstädten fällt das Kostenwachstum noch wesentlich größer aus. Die Sorge, sich mit immer teureren Mieten auseinandersetzen zu müssen, entfällt, wenn man in den eigenen vier Wänden lebt. Allerdings können andere Umstände beim Kauf einer Eigentumswohnung für unangenehme Überraschungen sorgen. Deshalb sollten Kaufinteressierte ihr Augenmerk auf wichtige Aspekte richten, um eine gute Wahl zu treffen und das Projekt Wohnungskauf zum Erfolg zu führen.

Teil eines größeren Ganzen: Die Eigentümergemeinschaft

Mit dem Erwerb von Wohneigentum in einer größeren Anlage werden die Kaufenden automatisch Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Dieser Zusammenschluss aller Eigentümerinnen und Eigentümer bringt sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. „Das Gute ist, dass Kosten, die das gesamte Haus betreffen, wie Arbeiten am Dach oder an der Fassade, entsprechend den Besitzverhältnissen verteilt werden“, sagt Ringo Hellwig, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Lübeck. „Eine Herausforderung kann sein, dass alle Entscheidungen gemeinsam getroffen werden müssen.“

Im Bilde sein – auch für das Gesamtobjekt

„Ich rate ausdrücklich dazu, vor Vertragsabschluss Informationen über anstehende Modernisierungen, die die Immobile in Gänze betreffen, einzuholen. Ebenso über die anfallenden Kosten und die finanziellen Rücklagen, die idealerweise bereits gebildet wurden“, empfiehlt der Spezialist. Die Hausverwaltung ist verpflichtet, potenziell zukünftigen Mitgliedern einen Einblick in die Protokolle vergangener Eigentümerversammlungen zu gewähren. Hier müssen Vorhaben, die die Gemeinschaft betreffen, festgehalten sein, genauso wie zu erwartende Kosten und wie diese zu begleichen sind. „Wenn sich in den Unterlagen keine Informationen über Instandhaltungskosten und -rücklagen finden, sollten Kaufinteressierte detailliert nachfragen“, mahnt Hellwig. Ein Pluspunkt kann sein, dass mögliche Sanierungskosten Spielraum für Kaufpreisverhandlungen eröffnen.

Notwendige Dokumente für den Darlehensantrag

Der Umstand, dass die zu finanzierende Wohnung ein Teil einer kompletten Immobilie ist und somit noch weitere Eigentümer vorhanden sind, führt dazu, dass für den Darlehensantrag mehr Unterlagen einzureichen sind. „Die kreditgebende Bank verlangt in der Regel neben den Bauunterlagen auch die Teilungserklärung inklusive Aufteilungsplan“, weiß der Spezialist von Dr. Klein. „Nur so kann sie den Beleihungswert der Eigentumswohnung ermitteln.“

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Datum:
Autor:
Dr. Klein Privatkunden Aktiengesellschaft, Lübeck
Bilder:
  • DJD/Dr. Klein Privatkunden/Getty Images/Pekic